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In a rush

Was soll ich sagen? Die Schule ist wieder in vollem Gange und ich binso beschäftigt, wie nie. Vielleicht sollte ich es nicht beschäftigt sondern gestresst nennen. Die ersten beiden Schulwochen, die es ja nun schon fast sind, waren geprägt von ziemlichem Chaos, wenig Schlaf, anhaltender Appetitlosigkeit und Ärger über Lehrer. Wenn ich an die vergangenen Tage denke, kommt es mir so vor, als ob ich nur zum Schlafen zu Hause gewesen bin. Hausaufgaben habe ich nicht mehr geschaft. Die machte ich dann im Bus, in den Pausen oder in den durch die immerwährende Langeweile für solche Sachen nützlichen Stunden wie Französisch oder Politische Bildung. Die Nachmittage verbrachte ich mit Musikschule, Arbeit im Verein, in der Kirche oder in der Bibliothek, bei Auftritten oder in der Stadt auf der Suche nach einem Nebenverdienst. Die Abende verbrachte ich mit Sport. Seit letztem Montag läuft die US Open. Ich versuchte kein Spiel von Andy Roddick, Rafael Nadal, Tommy Haas, Philipp Kohlschreiber oder irgendeinem anderen meiner Favoriten zu verpassen. Seit diesem Montag läuft noch ein anderes Highlight meines sportlichen Jahres: Die Basketball-EM in Spanien. Nach einem solchen Spiel von den Bauermännern war ich jedes Mal zu aufgekratzt um einzuschlafen. So erklärt sich auch der Schlafmangel. Was waren das auch für Spiele! Montag gegen Tschechien: Entscheidung erst in der Verlängerung. Dann kam mal ein etwas erholsames Spiel am Dienstag gegen die Türken und dann der Hammer heute. Für diejenigen, die das Spiel nicht gesehen haben: Deutschland liegt eine ziemlich lange Zeit weit hinter den Litauern. Da kam man auf bis zu 20 Punkten Differenz. Dann kommt mein absoluter Liebling Pascal Roller auf das Spielfeld und Deutschland ist bis auf 2 ran. Es wäre fast zur Verlängerung und unter Umständen auch mit dem damit verbundenen Sieg gekommen, wenn nich Ademola Okulaja in den letzten Sekunden der regulären Spielzeit ein Offensiv-Foul begangen hätte. Aber egal. Grandioses Spiel von den Deutschen. Der Kommentator eines von mir nicht so sehr geliebten Sportsenders sagte: "Hätte, wäre, könnte...Das Leben ist kein Satz im Konjunktiv." In diesem Sinne möchte ich meinen Bericht über die stressigen ersten Wochen des neuen Schuljahres und die aufregenden Basketballspiele beschließen.
5.9.07 20:25


Don't look back in anger

Gerade habe ich einen irre langen Blogeintrag schreiben wollen. Nach zweimaligem Korrekturlesen klickte ich auf die Taste "Bloggen" und nichts passierte. Der Blog war komplett gelöscht. Ich muss sagen, dass ich kein technisches Genie bin, somit weiß ich nicht, woran es lag, aber es wurmt schon ein bisschen, wenn man gerade eine hlbe Stunde in die Tasten gehauen hat und alles hin ist.

Worum ging es in meinem Blogeintrag? Nun, ich fahre nach London, heute noch. Ist eine Kursfahrt. Natürlich bin ich aufgeregt und ich freue mich schon lange, lange Zeit darauf, aber diese Euphorie merkt man mir bei diesem Eintrag nicht an. Es ist ja auch zermürbend, alles noch einmal zu schreiben, daher lasse ich es. Die Leser dieses Eintrags sollen nur wissen, dass es eine große Sache für mich ist, in diese wundervolle Stadt zu reisen.

Man hätte hier noch viel mehr lesen können. Aber ich habe keine Lust und langsam auch keine Zeit mehr, alles noch mal zu schreiben. Wenn nur diese verdammte Technik funktioniert hätte...!

16.9.07 11:27


I'll be back

Lange ist es her, dass ich meinen letzten Eintrag verfasst habe, was sicherlich damit zu erklären ist, dass ich die vergangene Woche in London verbrachte und als ich wieder kam von einer Flut an Hausaufgaben und Hausarbeiten überrascht wurde. Nun fand ich heute mal eine ruhige Stunde, um alle meine Eindrücke zu schildern.

Für gewöhnlich wird man nach einer Reise von den verschiedensten Menschen gefragt: Und, wie war's? Die erste, die mich fragte, war meine Mutter. Ihr erzählte ich in einer einstündigen Wortflut all das, was mir noch einfiel. Der zweite, der mich fragte, war mein Vater. Dem erzählte ich dann schon nicht mehr ganz so viel, da mein Redefluss etwas erlahmt war. Dann kam ich am Montag in die Schule und alle anderen fragten mich undzwar nicht im Kollektiv, sondern jeder seperat. Man beschränkte sich dann darauf, zu sagen `War gut`, denn zu mehr war man nicht mehr in der Lage. Jetzt haben sich die Wellen des Interesses wieder ein bisschen geglättet und es ist etwas Ruhe eingekehrt. So erholt, wie man von nunmehr drei Tagen Schule nur sein kann, starte ich jetzt meine Berichterstattung.

48 Schüler fuhren mit dem Bus am Sonntag Nachmittag los Richtung Frankreich. Und schon die Busfahrt ist eine besondere Erwähnung wert. Es waren zu wenig Sitzplätze vorhanden. Eigentlich hätten wir so gar nicht losfahren dürfen, taten es dann aber doch. Ich bildete mir ein, eine gewisse Erfahrung mit längeren Busfahrten zu haben (2xBarcelona, 1xSchweden, unzählige Male Tschechien und Polen) und trug in waiser Voraussicht drei Pullover, denn eigentlicvh waren die Nächte in Bussen immer kalt. Diese war es nicht. Wir schwitzen und konnten kaum atmen wegen der schlechten Luft. Die ersten männlichen Reisenden zogen sich so weit aus, wie es ihre Scham erlaubte und in den Pausen stürzten wir hinaus auf den Bordstein an die frische Luft. Aber trotz alledem kamen wir an. Wir konnten erst am Abend in unsere Gastfamilien und besuchten vorher noch das Royal Observatory in Greenwich und hatten vier Stunden in der Nähe der Tower Bridge zur freien Gestaltung. Keiner von uns hatte einen Stadtplan im Handgepäck und so irrten wir umher, erst auf der Suche nach einer U-Bahn-Station, dann nach einem Starbucks und schließlich landeten wir auf einem Dampfer und machten eine Themsfahrt. Es gab sogar einen englischsprechenden Guide, dessen Witze wir ununterbrochen verpassten. Dieser Tag lief irgendwie suboptimal, da wir viel Zeit mit suchen vertan hatten, dennoch waren wir aufgrund der totalen Übermüdung (keiner hatte auch nur eine Minute geschlafen) schräg lustig drauf. Geschafft waren wir froh, endlich von unserer Gastmutti aufgesammelt zu werden (wir sind in diesem Falle meine Freundin Vicky und ich). Wie sich erst kurz vor der Abfahrt herausstellte, handelte es sich um die Familie Uffindale, bei der wir unsere Nächte verbrachten.

Dienstag waren alle etwas ausgeschlafener, im Besitz einer Stadtkarte und froh, erst einmal im Bus sitzen bleiben zu dürfen und sich von einer eigentlich nahezu perfekt deutsch sprechenden Fremdenführerin auf englisch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Londons erklären zu lassen. Gleich am Dienstag Nachmittag (das Wetter war ein Traum: blauer Himmel, vereinzelt Wölkchen, Temperaturen für Tshirts) erfüllte ich mir den einzigen Wunsch, den ich bezüglich dieser Reise hatte: Eine Runde London Eye (größes Riesenrad in Europa? auf der Welt?). Vicky wollte nicht und verschwand. Einem gelang es, die sonst 15 Pfund kostenden Tickets für 6 Pfund zu bekommen (sind ja schließlich auch 9&euro und glücklich mit diesem Schwarzhandel ging es in die Luft. Einen besseren Tag hätten wir in einem Jahr nicht erwischen können. Das Wasser der Themse funkelte im Sonnenlicht. Man hatte atemberaubenden Fernblick und die Kabinen waren angenehm klimatisiert. Es war ein Traum. Am Abend zurück bei den Gastfamilien schaute ich zusammen mit meinem fußballverrückten Gastpapi das Champions League-Spiel Chelsea-Rosenborg (ich bin riesiger Chelsea-Fan) und schlief dann unfassbar glücklich ein. Am nächsten Morgen bekam ich meinen Tee in einer Chelsea-Tasse. Ich habe mich kaum noch einkriegen können vor entzücken. Ich hatte nun also einen ziemlich guten Draht zu MR. Uffindale.

Mittwoch stand ganz im Zeichen des Shoppings. Oxford Street rauf und runter, zusammen mit Vicky. Ich wollte nur in einen Laden um mir Vans-Schuhe zu kaufen. Ich, eigentlich nicht so der "Shopper", brsuchte doch eine Stunde um mich entscheiden zu können. Danach folgte die Rache meiner Feundin. Nahezu jeder Klamottenladen, sei er noch so altweibisch oder exklusiv, musste betreten werden. Mir war alles egal. Ich hatte nur zu tun, meinen Rücken nicht durchbrechen zu lassen. Hätte ich doch nur diese Rückengymnastik gemacht, die mir verschrieben worden war! Außerdem hatte ich meine erste Tube-Erfahrung. Die Bakerlooo Line bin ich von Embankment bis Oxford Circus und wieder zurück gefahren. Und ich liebe es. Am besten haben mir diese Ticketautomaten gefallen. Man kann dazu nicht mehr sagen. Sie sind einfach spitze!

Donnerstag besuchten wir dann das Hard Rock Cafe und schrieben in Covent Garden unsere Postkarten. Natürlich stand der Tag schon ziemlich im Zeichen des Aufbruchs. Früh wollten wir noch schnell ein Foto von den Uffindales machen und ich bin immernoch untröstlich, dass gerade an diesem Morgen mein geliebter Gastvater nicht aufzufinden war. Ich habe also kein Bild von ihm. Schmerzlich. Nach schon beschriebenen Erlebnissen fuhren wir mit der Docklands Light Railway nach Greenwich, wo unser Bus uns einsammelte und trotz Polizeikotrolle kurz vor Ende der Reise sicher nach Hause brachte.

Punkt 12.00 Uhr freitags standen wir mit Sack und Pack vor der Schule und warteten auf unseren Abholservice.

Einmal mehr ist mir klar geworden, was ich an dieser Stadt so liebe. Es ist einfach der Fakt, dass London nicht wirkt wie eine touristenüberlaufene Metropole (wie ich mir beispielsweise Rom vorstelle). London erscheint mir eher wie eine große Stadt mit Londonern. Und ich mag all die kleinen Eigentümlichkeiten dort: Ein kleiner, kreisrunder umzäunter Park mitten im großen Trubel; Leute, die dir Tageszeitungen in die Hand drücken und sich, obwohl du nichts dafür bezahlst noch bedanken; Quentin Tarantino in einem Musikladen und natürlich der eigenwillige Verkehr, bei dem man sich immer wieder fragen muss: Sind sie alle nun Freunde oder Feinde?

Fest stehen zwei Sachen: Es war eine großartige Reise, und: Ich komme wieder!

26.9.07 20:14





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