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Grand final

Vollkommen zufrieden wenn auch sehr müde lag ich in der vergangenen Nacht um 03:30 Uhr in den Federn. Hinter mir lag das wohl aufregendste Ferienerlebnis, dass sich ein Snookerfan wie ich es bin nur wünschen kann. Die German Open in Fürth. Aber von vorn.

Samstag fuhren meine Eltern und ich gen Süden nach Nürnberg. Es musste etwa gegen drei Uhr gewesen sein, als wir uns nach nur einmaligem Verfahren in der Straße des Hotels befanden. Nun wusste ich weder Namen noch Hausnummer des Hotels. Mir kam nur noch der Buchstabe F in den Kopf. Nach mehraligem Herauf- und Herunterlaufen der Straße fanden wir den Eingang und Ernüchterung machte sich breit. Das so genannte "Hotel" stellte sich als versiffte Absteige heraus, aber was will man schon erwarten, wenn man 15€ pro Person pro Nacht ohne Frühstück bezahlt. Und billig sollte es ja sein, die Eintrittskarte kostete schon ein kleines Vermögen.

Ich ließ mir durch die miese Behausung die Laune nicht verderben. Sowieso war ich da nicht so zimperlich. Ich war viel mehr beeindruckt von  der Umgebung. Wir wohnten in einer belebten Einkaufsstraße unweit des Bahnhofs. Am Abend gingen wir essen und noch ein wenig spazieren. Die Innenstadt war in der Nacht belebter als am Tage. Unzählige Eisdielen hatten auch noch um zehn Uhr abends geöffnet. Überall, wo man ging, lag Musik in der Luft, es gab hier viele Straßenmusiker.

Erschöpft von der Fahrt gingen wir dann auch bald ins Bett, nur schlafen konnte ich kaum. Die Straße, so schrieb ich ja schon, war belebt, nur wurde einem das Ausmaß dieser Belebtheit erst bewusst, als man versuchte, sich etwas Ruhe zu gönnen. Da war nämlich nichts mit Ruhe. Bis um 03:00 Uhr etwa konnte man sogar bei geschlossenem Fenster dem Gelache und Gebrüll von der Straße lauschen. Völlig verkatert riss mich der Wecker um 07:30 Uhr aus einem unruhigen Wachschlaf. Egal, nichts konnte meine Vorfreude auf Kommendes verringern. Zum Frühstücken gingen wir in eine Bäckerei um die Ecke. Gegessen, ins Auto gesetzt und nach Fürth gefahren, leider nicht ohne Umwege. Demnach kam ich etwas zu spät. Auch das war egal angesichts des grandiosen ersten Spiels, denn sowie ich in die Fürther Stadthalle kam, hörte ich die Ansage der Spieler. Zwei meiner Lieblinge waren auch dabei. Eiligen Schrittes hin zu dem Tisch mit Steve Davis und fortan schwelgte ich im Glück.

Und so verbrachte ich die gefühlten Minuten, die eigentlich 13 Stunden waren, bewundernd an sechs verschiedenen Snookertischen, mal stehend, mal sitzend, mal mit besster Sicht, mal mit höchstens einem Guckloch, bewaffnet mit Programheft, Stift und Camera in einer endlosen Traube von wartenden Autogrammjägern, oder zum Fotoschießen für Sekunden im Arm meiner heißgeliebten und so sehr bewunderten Spieler. Nach dem ersten Autogramm, das ich bekam, es war das von Neil Robertson, und nach der anschließenden viel zu kurzen Szene für ein gemeinsames Erinnerungsfoto fing ich an zu zittern. Sonst zeige ich keinerlei Verständnis für die heulenden Groupies in der ersten Reihe mancher Popkonzerte, aber in dieser Moment war mir selbst nicht ganz geheuer.

Vollends glücklich verließ ich gegen 23:00 Uhr die Stadthalle, die ich trotz der wenigen Besuche meinerseits etwa mein zweites Wohnzimmer nennen würde. Viestündige Autofahrt, aufstehen um 06:30 Uhr. All das konnte meine Hochstimmung nicht mindern. Dies war ein versöhnliches Ende viel zu eintöniger Ferien gewesen.

27.8.07 17:19
 


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